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Wohngebiet Gartenäcker
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Woffenbach
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www.flitz-neumarkt.de
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Bahnlärm: Lösung in Sicht
Wenn die Stadt die Lärmschutzwand baut, kann sie sie wohl
auch behalten. Dann wäre keine teure Ablöse mehr nötig.
04.05.2011. Neumarkt. Fast 20 Jahren haben sie für einen
besseren Schutz vor dem zunehmenden Bahnlärm gekämpft, seit gestern hoffen
die Anwohner der Pöllinger Straße auf Besserung. Vor Ort, in wahrhaft
zugiger Atmosphäre (Wind beziehungsweise immer wieder vorbeifahrende Züge),
wurde gestern Nachmittag einige Zeugen von Verhandlungen: Auf der einen
Seite Matthias Trykowski von der DB-Gesellschaft "Netze", auf der anderen
Seite Oberbürgermeister Thomas Thumann, Stadtbaumeister Rudolf
Müller-Tribbensee, Werner Schütt vom Tiefbauamt und CSU-Stadtrat Ferdinand
Ernst.
Zunächst hatte Trykowski wenig Neues mitzuteilen: Würde eine Lärmschutzwand
im Bereich der Pöllinger Straße gebaut, gebe es kein Geld von der Bahn. "Das
wäre eine Lärmsanierung", sagte Trykowski. Dafür stünden derzeit keine
Bundesmittel zur Verfügung. So gebe es nur die Chance, dass die Stadt die
1,4 Kilometer lange Schutzwand selbst zu Kosten von rund 1,8 Millionen Euro
baut.
Dann allerdings habe die Stadt zwei Möglichkeiten: Zum einen kann sie diese
an die Deutsche Bahn abgeben, womit die Wand eine Eisenbahnanlage würde.
Damit verbunden wäre aber die viel diskutierte Ablöse, die noch einmal 60
Prozent der Baukosten beträgt. Das verpflichte die Bahn für 40 Jahre,
Reparaturkosten oder den Neubau auf eigene Rechnung zu tragen.
Die andere Möglichkeit wäre, dass die Stadt Neumarkt als Eigentümerin selbst
für die Wartung, Sanierung und gegebenenfalls für den Neubau der
Lärmschutzwand verantwortlich wäre - und diese Option war neu. Darüber
entscheidet nun der Stadtrat. Wenn der Stadtrat sich für eine Ablöse
entscheidet, will der Stadtbaumeister noch erreichen, dass die gleichzeitig
anfallenden Zinsen erst in 40 Jahren gezahlt werden müssen. (lr)
Quelle:
www.mittelbayerische.de
Lärmschutz in Woffenbach
Die Anwohner der Gartenäcker warten auf einen Schutz gegen
den Bahnlärm. CSU und SPD fordern von OB Thumann mehr Initiative.
28.03.2011. Beim Ortstermin konnten die Fraktionsvorsitzenden
der SPD Gertrud Heßlinger und der CSU Werner Thumann keine Neuigkeiten
überbringen. "Dieser Termin soll unserer gemeinsamen Forderung nach einem
Lärmschutz in Woffenbach Nachdruck verleihen, weil Anfragen im Stadtrat zu
verhallen scheinen", sagte der CSU-Fraktionsvorsitzende Werner Thumann. Seit
der Bausenatssitzung im Mai vergangenen Jahres sei der OB beauftragt worden,
weiter mit der Bahn zu verhandeln. "Doch seitdem haben wir nichts mehr über
den Stand der Gespräche gehört", ergänzte Ferdinand Ernst.
Darüber sind auch die Kolleginnen von der SPD, Gertrud Heßlinger und Ursula
Plankermann, verärgert. Sie hatten in der Zwischenzeit den Bahnbeauftragten
der SPD-Bundestagsfraktion, Martin Burkert, eingeschalten. "Vielleicht
sollte man nicht immer nur Briefe schreiben, sondern persönlich verhandeln",
sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende und spielte damit auf die Aussagen des
OB's in der Presse an, er habe sich bereits an verschiedene Stellen gewandt.
Da sich die Politik zwar gesprächsbereit zeigt, aber selbst Verkehrsminister
Peter Ramsauer im Tagblatt bereits darauf hingewiesen hat, Lärmschutz sei
alleinige Sache der Bahn, sollte man sich gemeinsam an einen Tisch setzen,
forderte Heßlinger.
Werner Schütt vom Tiefbauamt, der zufällig vorbeikam, erklärte die
problematische Ausgangssituation: Die Bahn ist im Bereich Gartenäcker nicht
verpflichtet, für Lärmschutz zu sorgen. Gleichzeitig gehen aber alle
Lärmschutzwände oder -wälle, die von Dritten gebaut werden, automatisch in
den Besitz der Bahn über - und dafür muss ein Ausgleich bezahlt werden, 60
Prozent der Baukosten.
Allerdings ist die Situation der Anwohner wie auch der Stadt nicht
aussichtslos: Denn in Hamburg hat die Bahn dem Bau von Lärmschutzwänden
entlang einer Güterumgehung zugestimmt, wenn Bürger und Stadt einen
finanziellen Anteil übernehmen. Diese Einigung macht OB Thumann Hoffnung,
auch wenn Verkehrsministerium und Bahn bislang kein Entgegenkommen gezeigt
hätten. "Aber so kann es ja nicht weitergehen." Der Stadtrat habe schon
beschlossen, die Gesamtkosten zu übernehmen. Er setzt nun auf ein
persönliches Gespräch mit Bahnvertretern und Politikern.
Quelle:
www.mittelbayerische.de
SPD-Stadtratsfraktion hat bei den Bemühen um
einen Lärmschutz einen weiteren Bundestagsabgeordneten um Unterstützung
gebeten.
16.02.2011. Die SPD-Stadtratsfraktion hat in Ihrem Bemühen einen Lärmschutz
für die Woffenbacher BürgerInnen an der Wohnsiedlung Gartenäcker/Pöllinger
Straße zu bekommen einen weiteren Bundestagsabgeordneten um Unterstützung
gebeten.
Neben MdB Marianne Schieder und MdB Florian Pronold hat die
Fraktionsvorsitzende Gertrud Heßlinger im Januar 2011 Herrn Martin Burkert,
Mitglied des Deutschen Bundestages und Bahnbeauftragter der SPD
Bundestagsfaktion um Unterstützung gebeten.
Herr MdB Burkert hat am 12.02.2011 an Herrn Dr. Volker Kefer, Vorstand
Technik, Systemverbund, Dienstleistungen und Infastruktur der DB AG in
Berlin geschrieben.
Aus dem Schreiben von Herrn Martin Burkert, dass der SPD-Stadtratsfraktion
vorliegt, wird zitiert ....
"Sehr geehrter Herr Dr. Kefer,
Ich wende mich an Sie, wegen einer angedachten Lärmschutzmaßnahme an der
Eisenbahnlinie in Neumarkt i.d.OPf. im Ortsteil Woffenbach. Hier warten die
Anwohner bereits seit längerem sehnsüchtig auf eine Lärmschutzmaßnahme an
der vorbeiführenden Eisenbahnlinie.
Da die genannte Wohnsiedlung nach in Kraft treten des
Bundesimmissionschutzgesetzes am 01.04.1974 gebaut wurde......kommt eine
Aufnahme in das Lärmsanierungsprogramm des Bundes wohl nicht in Frage.
Deshalb wollte die Stadt Neumarkt die Sache schlussendlich selbst in die
Hand nehmen und hatte 2010 eine Summe von 200000€ für den Bau einer
Lärmschutzwand an der betroffenen Stelle in den städtischen Haushalt
eingestellt.
Allerdings kann die Stadt bis heute keine Lärmschutzwand errichten, da in
den Verhandlungen mit der DB Netz AG keine Einigung zustande kam.
Vertreter des Stadtrates in Neumarkt (SPD-Stadtratsfraktion) haben mich nun
in dieser Sache um Unterstützung gebeten.
Dem komme ich gerne nach: Ich denke, wenn es von Seiten des Bundes und der
Bahn keine Möglichkeit gibt, das Ansinnen nach Lärmsanierung zu
unterstützen, ist es umso begrüßenswerter, dass sich die Kommune selbst für
den Lärmschutz ihrer Bürger verantwortlich fühlt.
Hier muss es doch eine Möglichkeit geben, der Stadt Neumarkt entgegen zu
kommen...."
Mit freundlichen Grüßen
Martin Burkert, Mitglied des Deutschen Bundestages.
Die SPD-Stadtratsfraktion hofft, durch das Einschalten des Vorstands Herrn
Dr. Volker Kefer Bewegung in die seit Mai 2010 festgefahrene Situation zu
bringen. Vielleicht muss ganz einfach ein Gleiswechsel vorgenommen werden,
oder es müssen die Weichen neu gestellt werden.
Für die SPD-Stadtratsfraktion
Gertrud Heßlinger und Ursula Plankermann
Bürger fühlen sich allein gelassen
Seit Mai verhandelt die Stadtverwaltung mit der Bahn über die
Kosten für eine Lärmschutzwand - ohne Ergebnis.
22.01.2011. Die Bahn kommt derzeit nicht gut an. Und das
liegt nicht nur an Eis und Schnee. Auch die Anwohner der Wohnsiedlung
Gartenäcker/Pöllinger Straße gehören zu den Leidtragenden. Denn sie warten
seit 15 Jahren auf einen Lärmschutz.
Von den rund sieben Kilometern Bahngleise durch das Stadtgebiet stehen diese
500 Meter seit zwei Jahren besonders im Fokus.
Die Anwohner haben das Gefühl, vergessen worden zu
sein.
Die Gesetzeslage:
Grundlage: Gesetzlich ist die Bahn nur verpflichtet, an neuen
Bahnlinien Lärmschutzmaßnahmen zu initiieren oder an Strecken, an denen sich
der Verkehr wesentlich verändert hat. Laut Bundes-Immissionsschutzgesetz
bestehen nur für diese Fälle Grenzwerte. "Eine Veränderung der Zugzahlen
und/oder der Streckengeschwindigkeit stellt keine wesentliche Änderung im
Sinne des Bundes- Immissionsschutzgesetzes dar", teilt die Pressestelle der
Bahn auf Anfrage des Tagblatts mit. An allen anderen Strecken sind
Lärmschutzmaßnahmen der Bahn freiwillig.
Güterverkehr: Da die Strecken tagsüber stark von Reisezügen frequentiert
seien, müssten die Güterzüge auf die Nachtstunden ausweichen.
Stichtag: Im Lärmsanierungsprogramm können entsprechend der Förderrichtlinie
nur Gebäude berücksichtigt werden, die vor dem 1.April 1974 errichtet wurden
bzw. der Bebauungsplan vor diesem Datum rechtskräftig geworden ist. Darüber
hinaus gelte für bestehende Eisenbahnstrecken "Bestandsschutz". Das
bedeutet, dass Lärmschutz von dem zu treffen sind, der im Nachhinein
Wohngebäude baue.
Quelle: www.mittelbayerische.de
Doppelwall erfreut vorerst nur die Anwohner

20.08.2010.
Die Stadt hat auf Bitten der Anwohner der Siedlung "Gartenäcker" sowie der
Reihenhäuser entlang der Pöllinger Straße reagiert. Dabei nutzte die Stadt den
Umstand, dass das Gelände ihr gehört. Vom höheren Wall profitieren bereits die
Anwohner an den "Gartenäckern". Dass der kleine Wall noch bis zur Brücke
vorgezogen wird, macht nicht alle, die an der Pöllinger Straße wohnen,
glücklich. Viele wünschen sich weiter eine Lärmschutzwand aus Metall, wie es
sie schon auf Höhe des Riedl-Weihers gibt.
Knapp drei Meter ist der neue "kleine" Wall direkt an den Gleisen hoch und
rund sechs Meter Höhe sind es bei dem großen neuen Erdwall.
Gutachten: Wall mindert Lärm kaum
Entlang der Bahnlinie an der Pöllinger
Straße soll eine Schutzwand Besserung bringen – das Problem: Die Stadt müsste
dafür eine Ablöse an die Bahn zahlen.
23.05.2010. Lärm sind die Menschen im Wohngebiet „Gartenäcker“ in Woffenbach
gewohnt. Entlang der Pöllinger Straße rattern täglich, stündlich, minütlich
Züge auf der Bahnlinie Regensburg-Nürnberg entlang. Oberbürgermeister Thomas
Thumann: „Gerade hier stellt der Bahnlärm eine starke Minderung der
Lebensqualität für die Bewohner dar.“
Diese hatten zwischen der Bahnlinie und der Pöllinger Straße einen drei Meter
hohen Schutzwall zur Lärmminderung gefordert. Am Mittwochabend wurde im
Bausenat ein entsprechendes Gutachten vorgestellt – das Ergebnis: Ein
Schutzwall würde den Lärm um lediglich ein Dezibel vermindern – und wäre somit
wenig sinnvoll. Stattdessen wurde vorgeschlagen, um die Wohnanlage herum einen
2,5Meter hohe Lärmschutzwand zu errichten. Diese würde den Lärm um elf Dezibel
verringern, aber dennoch die Lärm-Orientierungswerte (55Dezibel am Tag, 45
Dezibel in der Nacht) überschreiten. Um punktuelle Verbesserungen für die
Anwohner zu schaffen, soll ein Schutzwall an der Straßenüberführung Münchner
Ring aufgeschüttet werden.
Auch der Bereich vom Kreisverkehrsgarten in Woffenbach bis hin zum
Kindergarten Heubrücke soll von einer Schallschutzwand geschützt werden. Für
den Abschnitt nahe der Gießereistraße wird passiver Schallschutz vorgeschlagen
– das heißt: Hier könnten in die Häuser Schallschutzfenster eingebaut und die
Dachdämmung verstärkt werden. Laut Gutachter wäre diese Lösung auch für die
Anwohner der Hasenheide am Sinnvollsten.
Während des Gutachtens wurden 1404 Wohngebäude in einem Bereich von 300 Metern
links und rechts der Gleise betrachtet. Eines der Ergebnisse: Zwischen 22 und
6 Uhr sind rund 22000 Bürger vom Bahnlärm betroffen. OB Thumann: „Und es ist
Gewissheit, dass der Schienenverkehr in diesem Bereich zunehmen wird.“
Für den Fall, dass die Stadt die Lärmschutzwände entlang der Bahnlinie
errichten möchte, ergibt sich jedoch ein Problem: Die Wände müssten auf dem
Gelände der Deutschen Bahn errichtet werden – und das kostet. Die Stadt müsste
eine Ablöse an die Bahn zahlen. Bei einer Länge von 550 Metern würden sich
Gesamtkosten für den Bau von bis zu 1,375 Millionen Euro ergeben. Die Ablöse
würde dabei bis zu 516000 Euro betragen.
OB Thumann: „Es kann nicht sein, dass eine Kommune etwas für ihre Bürger
unternehmen will und dafür noch bei der Bahn Ablöse zahlen muss.“ Der Senat
beschloss deshalb, in Verhandlungen mit der Deutschen Bahn zu treten. Ziel ist
es, dass grundsätzlich für Schallschutzmaßnahmen an der Bahnlinie
Regensburg-Nürnberg in der Ortsdurchfahrt Neumarkt keine Ablöse an die Bahn
fällig wird.
Während der Fraktionsvorsitzende der CSU, Werner Thumann, Verhandlungen mit
Nachdruck fordert, hegte FLitZ-Stadtrat Johann Gloßner Zweifel an deren
Erfolgsaussichten: „Ich kann mir gut vorstellen, dass man bei der Bahn auf
Granit
Quelle: www.mittelbayerisch.de
Hoffnung für„menschliche Schutzschilde“ wächst

Zwischen der
Bahnstrecke und der Häuserreihe wir der Lärmschutz gefordert
29.07.2009.
OB Thomas Thumann nannte es ein „leidliches Thema“, CSU-Stadtrat Ferdinand
Ernst wollte sich konkreter äußern: Die Stadt solle in den sauren Apfel beißen
und die Kosten für einen Schutzwall, der das Wohngebiet „Gartenäcker“ vor
Bahnlärm bewahren soll, selbst tragen. Es sei eine Frage der
Verhältnismäßigkeit der Kosten, so fuhr Ernst fort, wenn die Stadt für eine
BMX-Bahn 150 000 Euro und für einen Lastwagen- Parkplatz in Stauf 200 000 Euro
ausgeben wolle. Andererseits seien ihr 200 000 Euro für einen Lärmschutzwall
in diesem Teil Woffenbachs nicht wert.
Dass
Bewohner der Gartenäcker weiter als „menschliche Schutzschilde“ funktionieren
sollten, könne nicht sein – echauffierte sich Ferdinand Ernst. Er bezog sich
darauf, dass der Unternehmer, der die von der Bahnlinie aus gesehen erste
Häuserzeile an der Pöllinger Straße errichtet hatte, diese als Lärmschutz für
die Häuser dahinter angesehen hatte. Schlimmer noch müsse ihm aus heutiger
Sicht angekreidet werden, dass er zwei Auflagen nicht eingehalten habe:
Ferdinand Ernst nannte zum einen den lückenhaften und viel zu niedrigen
Lärmschutzwall neben den Geleisen. Zum anderen habe es der Unternehmer
durchgehen lassen, dass sehr viele Schlafzimmer eben an der dem Gleis
zugewandten Seite eingerichtet worden sind. Wie schon bei der Freystädter
Straße sollte die Stadt das benötigte Geld – im Bereich „Gartenäcker“ – selbst
aufbringen. Ursula Plankermann (SPD) zitierte
zunächst
ihre Genossin, die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder, mit deren
Information, dass die Fördertöpfe für Lärmschutz an der Schiene geleert seien.
Dann orderte sie die Stadt zur Korrektur dessen auf, was diese wegen der
mangelnden Aufsicht über das Verhalten des Unternehmers selbst verbockt habe.
Die 200 000 Euro seien aktiver Menschenschutz, den sich die Stadt leisten
soll“ – sagte Ursula Plankermann.
Unterstützung bekam sie von CSU-Stadtrat Helmut Lahner. So gebe die Stadt auch
mehr Gelder für Projekte aus, die nicht so zwingend seien. Was Lahner mit
dieser Bemerkung meinte, zeigte sein kräftiger Applaus für eine Anmerkung des
FLiTZ-Stadtrates Johann Georg Gloßner. Der prangerte die 800 000 Euro an, die
die Stadt für das neue Wohnprojekt „Viehmarkt 10“ ausgeben wolle. Die
Andeutung von Werner Schütt (Stadtbauamt), dass nun wohl auch Bürger der
Hasenheide und an der Gießereistraße ähnliche Schutzwälle fordern könnten,
parierte Helmut Jawurek (CSU). „Gartenäcker“ sei ein Sonderfall, sagte Jawurek.
Dem stimmte Ursula Plankermann bei: „Gartenäcker“ sei ein eklatanter
Sonderfall, sagte die Woffenbacherin.
BAHNLÄRM
Die Stadträtewaren sich im Bausenat am Montag durch alle Fraktionen einig: Die
Stadt soll tätig werden und selbst einen Lärmschutzwall für das Gebiet
„Gartenäcker“ bauen.
Schwerpunkt: Auf sieben Kilometern durchquert die Bahnlinie
Nürnberg-Regensburg das Neumarkter Stadtgebiet. Lärmschutz gibt es an knapp
einem Siebtel dieser Strecke.
Das Problem: Höhe und Länge der Wälle fußen auf Zahlen, die längst
schon durch die Realität überholt sind: Schon heute fahren durch Neumarkt so
viele Züge täglich, wie sie eigentlich erst für das Jahr 2015 erwartet
werden. „Die Zahlen, um neue Baumaßnahmen zu bekommen, sind zu alt. Wir wollen
eine Überprüfung und dementsprechend eine Nachkorrektur“, sagt die Stadt. Sie
beruft sich auf ein von ihr in Auftrag gegebenes Gutachten. Ein Vorstoß der
Stadt, unterstützt von 1100 Unterschriften von Anwohnern der Bahnstrecke,
beim Bundesverkehrsministerium blieb bisher unbeantwortet. Unter anderem
schieben sich OB Thumann und MdB Karl gegenseitig den „Schwarzen Peter“ zu.
Gebiet „Gartenäcker“: Dem mittlerweile vom Markt verschwundenen
Bauträger der Wohnanlage halten u.a. Thumann und Karl vor, gegen Bauauflagen
verstoßen zu haben. So wurde ein Lärmschutzwall sehr „löchrig“ angelegt. Dort,
wo eigentlich keine Schlafräume sein sollten, befinden sich heute welche. Das
habe der Unternehmer billigend in Kauf genommen.
Beschluss: Der Bausenat kam am Montag überein, dass der Vorschlag, die
Stadt solle selbst für 200 000 Euro einen Wall bauen, geprüft werde. (lr)
Quelle:
www.mittelbayerische.de
Ein "schneller Erdwall" als Lärmbremse
Ortstermin MdB
Alois Karl rät in Anwesenheit der Sprecher der vom Bahnlärm geplagten Anwohner
des Gebiets Pöllinger Straße/Gartenäcker seiner Stadtrats-CSU zu schnellem
Handeln.
12.05.2009. Nur der Intercity Passau-Kiel, ein leerer Reisezug und einmal in
jede Richtung eine Regionalbahn - was an Zügen gestern Morgen zwischen 9.00
Uhr und 9.40 Uhr den Bereich der Brücke des Münchener Rings passierte, taugte
nicht gerade zur Demonstration dessen, was rund 800 Anwohnern im Wohngebiet "Pöllinger
Straße/Gartenäcker" seit Jahrzehnten Tag für Tag und vor allem Nacht vor Nacht
zu schaffen macht: Der Lärm, den Züge auslösen.
Was
dagegen getan werden könnte, wollte Ferdinand Ernst vom CSU-Stadtverband bei
diesem Termin gestern Vormittag zusammen mit Sprechern des Protestes der
Anwohner erörtern. Ernst hatte dazu MdB Alois Karl eingeladen. Dessen
Vorschlag, mit Aushubmaterial einen Lärmschutzwall zwischen Brücke und Beginn
der Bebauung aufzuschütten, deckt sich mit dem, was Ferdinand Ernst Mitte März
mit den Sprechern der Anwohner erarbeitet hat.
Karl
erinnerte bei dieser Gelegenheit an seinen Vorschlag aus dem vergangenen
Herbst, den Münchener Ring unter die Eisenbahnstrecke hindurch zu verlegen.
Während gestern oberhalb dieses Ortstermins, auf der Brücke, die Arbeiten für
den neuen Fahrbahnbelag der Umgehungsstraße liefen, zeigte sich der ehemaligen
Neumarkter OB "enttäuscht", dass sein Vorschlag nicht weiter verfolgt worden
sei. "Das erledigt sich mit Liegenlassen nichts", sagte Karl zum Problem. Noch
heuer könne allerdings der neue Lärmschutzwall entstehen, machte Karl der CSU
im Stadtrat Mut, sich dafür einzusetzen.
Aus
seiner Zeit aus Neumarkter OB wisse er, wie froh Baufirmen sind, wenn sie
einen Platz für das Ablagern von Aushubmaterial bekommen. Ein Wall direkt an
der Bahnstrecke, ein "Verschwenken" des Schotterwegs daran vorbei - für so
eine schnelle Lösung machte sich Alois Karl gestern vor Ort stark. In seiner
Amtszeit als Oberbürgermeister sei es "öfters gemacht worden", dass ein
dringend benötigter Wall auf so umkomplizierte Art und Weise zustande kam.
Die
Selbsthilfe durch die Stadt stellte Karl über die Hoffnung, dass etwa das
Bundesverkehrsministerium helfen könnte. Er selbst habe "null Reaktion" aus
dem Tiefensee-Ministerium erhalten. Zuvor hatte Ferdinand Ernst darauf
hingewiesen, dass die Stadt an der Freystädter Straße auf eigene Kosten den
Lärmschutz verbessert habe - nachdem die Deutsche Bahn eine von der Stadt
geforderte Nachinvestition verweigert hatte.
Erbost zeigten sich die Sprecher in etwa 250 "Wohneinheiten" lebenden rund 700
Anwohner, wie sie bisher mit ihrem Anliegen von Stelle zu Stelle etwa bei der
Deutschen Bahn hin und her geschickt worden seien. "Wir haben das Gefühl,
keiner ist für Lärm zuständig", sagte Josef Blomenhofer. Michael Zautner
sprach eine Hauptquelle der Lärms bei Güterzügen an: Waggons aus Osteuropa.
"Was heißt da Räder: Die eiern über die Schienen", berichtete Zautner Alois
Karl. Mit dem von Karl favorisierten neuen Wall erhoffen sich die Anwohner
auch, dass Kinder nicht mehr über die Gleise laufen, weil sie zum Spielplatz
auf der anderen Seite des Gleises wollen.
Lärmthema als
Exempel
Natürlich muss
derjenige, der Lärm auslöst, auch für den Schutz der Betroffenen sorgen.
Soweit hat Alois Karl im Bezug auf die Bahn Recht. Und er bedauert auch nicht
zu Unrecht, dass sein Vorschlag, für die Verlegung des Münchener Rings unter
die Bahnstrecke hindurch die zwei zugfreien Wochen Pfingsten 2010 zu nutzen,
im Rathaus beiseitegelegt worden ist. In der Tat hätten sich OB Thumann und
einige Stadträte mehr diesem konstruktiven Vorschlag widmen sollen anstatt
sich ernsthaft mit der völlig unpraktikablen Idee eines S-Bahn-Halts
"Neumarkt-Süd" auseinanderzusetzen.
Alois
Karl hätte es selbst in der Hand, seinen eigenen Vorschlägen - dazu gehörte
der sinnvolle einer S-Bahn-Station zwischen Woffenbach und Pölling - mehr
Nachdruck zu verleihen. Dazu müsste er viel öfter bei Sitzungen des Stadtrats
und seiner Senate anwesend sein, als er dies bisher getan hat. Die CSU hatte
er bei seinen Vorschlägen auch nicht so energisch hinter sich, wie er das als
Ex-OB erwarten konnte. Im Bausenat regte die CSU gar an, erst abzuwarten, was
aus Mitteln des Konjunkturprogramms der Bundesregierung möglich sei. Seither
gab es auch von Sperber, Ernst und Co. kein Nachhaken in Sachen
Ring-Unterführung mehr.
Der
von Alois Karl unterstützte CSU-Vorschlag, schnell einen Lärmschutz bei der
Pöllinger Straße aufzuschütten, sollte Erfolg haben. Sonst müssen sie sich
einige sture Blockadepolitik vorwerfen lassen.
Einladende: Von der CSU Stadtrat Ferdinand Ernst und Maximilian
Federhofer, Ortsvorsitzender Woffenbach
Sprecher Anwohner: Hedwig Meier (Hausverwaltung ID Immobiliendienste) sowie
Franz Mirbeth, Michael Zautner und Josef Blomenhofer
Probleme: Zum einen geht es um den fehlenden Lärmschutz. Nur an wenigen
Stellen entlang der knapp 500 Meter zwischen Brücke "Münchener Ring" und der
Bahnbrücke beim Zypressen-Weg sind Betonringe aufgetürmt; in einem Bereich
täuscht eine dichte Hecke einen Schutz vor, dahinter befindet sich kein Wall.
In großer Sorge sind die Anwohner um die Kinder. So zeigen "Trampelpfade" an,
dass die Gleise überquert werden, um etwa zum neuen Spielplatz des Baugebiets
"Bühl 2" zu gelangen. Dieser liegt auf der anderen Seite. Aber auch in
umgekehrter Richtung wagen Kinder die gefährliche Überquerung, denn bei den
"Gartenäckern" gibt es einen Bolz- und einen weiteren Spielplatz.
Vorschlag Karl: Auf städtischem Grund, nahe der Ring-Brücke, soll ein
Lärmschutzwall aus Aushubmaterial entstehen. (lr)
Quelle:
www.mittelbayerische.de
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